VÖ: bereits erschienen
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Klapptext:

Wer die Wahl hat, hat die Qual – Layla weiß bald nicht mehr, wo ihr der Kopf steht, vom Herzen ganz zu schweigen. Die dunkle Seite der Macht lockt in Gestalt des sexy Dämonen-Prinzen Roth, der die Abgründe ihrer Seele besser kennt als jeder andere. Aber da ist auch noch der attraktive Wächter Zayne, ihre plötzlich gar nicht mehr so unerreichbare Jugendliebe. Während sie noch mit ihren verwirrenden Sehnsüchten ringt, droht ein höllischer Feind alles zu vernichten, was ihr wichtig ist. Hoffnungslos verstrickt in ein Gespinst aus Lügen und Geheimnissen, bleibt Layla nur die Flucht nach vorn – in einen Krieg, den sie unmöglich allein gewinnen kann...

Gelesen von: Merete Brettschneider

Kritik:

Nachdem Layla von ihrer Ziehfamilie fast umgebracht und nur durch einen geheimnisvollen Trank der Hexen gerettet wurde, gehen die Schwierigkeiten weiter. Sie verliert ihren Schulfreund Sam an die Lillin, jenes unselige Geschöpf, das ihre dämonische Mutter Lillith hervorgebracht hat und inzwischen die Seele eines jeden Wesens zu zerstören und dessen Gestalt anzunehmen vermag. Verzweifelt schlüpft sie bei Hohedämon Roth unter. Darüber hinaus stellt sie fest, daß sie sich erneut verändert. Dämonen, die ihre Anwesenheit früher nicht spüren konnten, ergreifen panisch die Flucht, sobald sie den Raum betritt. Fest entschlossen, Sams Seele aus der Hölle zu befreien und die Lillin aufzuhalten, führt sie ihr Weg auf gefährliche Pfade bis hinab in die Hölle. Dort erfährt sie die ganze Wahrheit über ihre Mutter Lillith, ihre Veränderung und das wahre Wesen der Lillin, welche die Apokalypse über die Welt bringen soll und mit der ihr Schicksal untrennbar verknüpft zu sein scheint. Ihr zur Seite stehen Roth und ihre Ziehbruder Zayne, der trotz aller Geschehnisse in Band 2 unerschütterlich zu ihr steht. Auf der Jagd nach der Lillin, im Kampf um Sams Seele und das Überleben der Menschheit kristallisieren sich ihre verwirrenden Gefühle für Zayne und Roth immer klarer heraus. Und ihr ist klar, daß sie sich nun entscheiden muss. Mit „Sehnsuchtsvolle Berührung“ schließt Jennifer Armentrout ihren Jugend-Dreiteiler um Halbdämonin Layla ab. Und wenn auch die Handlung zu einem schlüssigen, wenn auch ein wenig unspektakulären Ende geführt wird, bleibt Band 3 in puncto Abwechslung und Rasanz weit hinter seinen Vorgängern zurück. Über 2/3 der Handlung ereignet sich insgesamt sehr wenig und wird getragen von sehr dialoglastigen Abschnitten über Layla und Roth; die Schauplätze der Handlung bieten ebenfalls wenig Abwechslung. Es wird viel geredet und wenig gehandelt. Laylas Gefühle für Zayne und Roth und ihre unausweichliche Entscheidung für einen von den beiden beherrscht die Handlung des ersten Hörbuchdrittels deutlich. Darüber hinaus wird das jugendliche Hörerherz mit ausschweifenden Romantik- und dezenten Sexszenen erfreut, was dem einen oder anderen Teenager sicher ein seliges Seufzen zu entlocken vermag, jedoch in puncto Spannung und Abwechslung das Hörbuch leider deutlich ausbremst. Auch beginnt man sich an der ansonsten jugendlich-frischen Ausdrucksweise ein wenig zu reiben, wenn immer wiederholte Ausrufe wie „Heiliger Müsliriegel“ oder „Heilige Guacamole“ dem ganzen einen ungewollt lächerlichen Anstrich geben.( Wer redet so ?) Ob dies eher der Autorin oder der Übersetzung anzulasten ist, sei dahin gestellt. Ebenso konnte ich mich mit den flapsig-respektlosen Namen für den Teufel (= „Der Boss“) oder für den Tod ( „Die Sense“) nicht anfreunden. Dies mag jedoch Geschmackssache bleiben. Darüber hinaus greift man immer wieder auf die Unart zurück, gerade innerhalb des Handlungsflusses gehörte Szenen noch einmal umfassend von den handelnden Personen wiederholt zu bekommen, wenn diese das soeben Erlebte noch einmal einem Mithandelnden erzählen. Ein Seitenfüller und Spannungkiller, der in meinen Augen überflüssig ist. Merete Brettschneider liest abermals mit viel Herz und Gefühl und lässt den Hörer dennoch mit Layla und ihren Freunden bangen.

Fazit: Schlüssiger wenn auch unspektakulärer Abschluss des Jugend-Dreiteilers um Halbdämonin Layla, der in Sachen Spannung und Rasanz nicht an seine Vorgänger anknüpfen kann. Hier gibt es Luft nach oben. In puncto Romantik dürften aber alle Wünsche erfüllt werden.

6,5 von 10