VÖ: bereits erschienen
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Klappentext

Die Lage im Lembatta-Cluster spitzt sich zu. Während Flotten der Föderation und des Klingonischen Reichs an den Grenzen in Position gehen und die Vorgänge in der Tiefe der Sternenballung argwöhnisch beobachten, liefern sich die Mannschaften der U.S.S. Prometheus und der I.K.S. Bortas ein Wettrennen gegen die Zeit, um die Spirale der Gewalt zu durchbrechen, die sich mehr und mehr ausbreitet.

gelesen von Reinhard Kuhnert

Kritik:

Auch Band 3 der ersten Star Trek-Romantrilogie aus deutscher Autoren-Feder, „Ins Herz des Chaos“, schließt nahtlos an das Ende von Band 2 an. Während die Terroristen der „Reinigenden Flamme“ im Lembatta-Cluster den Bau ihrer Kampfflotte vollendet und sich anschickt, die anderen Welten mit weiteren Angriffen und Anschlägen zu überziehen, befinden sich die Crews der U.S.S. „Prometheus“ unter Captain Adams und die klingonische I.K.S. „Bortas“ unter ihrem eigenwilligen wie sturen Captain Kromm weiterhin auf der Suche nach dem Ursprung allen Übels. Zudem gilt es, das eng gehaltene Ultimatum des Hohen Rates der Klingonen zu erfüllen und die Terroristen unschädlich zu machen, bevor das Klingonische Reich dem gesamten Volk der Renao den Krieg erklärt. Während die „Prometheus“ einer alten Legende der Renao über die „Weißen Alten“ und den „Sohn der Roten Alten“ nachspürt, um den Ursprung der Strahlung zu ergründen, die das Volk der Renao mehr und mehr in Wahnsinn und Gewalt treibt, sucht die „Bortas“ nach den geheimen Schiffswerften und dem Stützpunkt der „Reinigenden Flamme“, von der aus die Terroristen ihren großen Angriff planen. Die „Prometheus“ begibt sich auf die Suche nach den „Weißen Alten“ und dringt dabei in die lebensfeindlichste Region des Lembatta Clusters vor, um mit einer gänzlich unbekannten Spezies in Kontakt zu treten und das Volk der Renao zu retten. Inzwischen kommt es zum spannenden Showdown, als Captain Kromm mit einer List auf die Spur der geheimen Basis der „Reinigenden Flamme“ kommt und die „Bortas“ mit ihrer klingonischen Besatzung in den lang ersehnten Kampf zieht…Nach dem inhaltlich eher etwas schwächelnden Band 2 legt man mit „Ins Herz des Chaos“ wieder ein paar Kohlen nach und führt die Handlung zu einem fulminanten Ende. Hin und wieder tauchen zwar auch dieses Mal einige kleine Längen auf, die mitunter etwas unnötig die Handlung dehnen. Das liegt vor allem an immer wieder eingeflochtene Nebenhandlungen und –Figuren, die an sich für die Haupthandlung überflüssig sind und so den Fokus immer wieder zerfasern. Andererseits sind es genau diese Nebenstränge der Story und ihre handelnden Nebencharaktere, die die Handlung so plastisch beleben und allem eine mannigfaltige Lebendigkeit verleiht. Auch wenn bei der schier unendlichen Fülle an Personen eine tiefgehende Entwicklung der Charakter nahezu unmöglich ist, werden einzelne interessante Figuren immer wieder näher beleuchtet und erhalten so eine etwas tiefere Persönlichkeit. Fast findet man es schade, dass nicht mehr der interessanten Charaktere näher beleuchtet werden, bietet doch fast jede genauer beschriebene Figur aus den Crews der „Prometheus“ und der „Bortas“ ein großes Potenzial, das noch viele weitere Romanfolgen ausreichend beleben könnte. Zudem wird erneut durch, zugegeben teils etwas hineinkonstruierten, Begegnungen mit bekannten Figuren aus den Star Trek Serien sowie Filmen stets der Bezug zum gewohnten und bekannten Star Trek Universum geknüpft und gefestigt. So gelingt es den beiden Autoren, wiederum das perfekte Star Trek-Flair zu schaffen. Auch dieses Mal liefert Reinhard Kunert eine angenehme und unterhaltsame Lesung, die hinsichtlich der stimmlich etwas differenzierteren Darstellung der verschiedenen Personen zwar noch etwas Luft nach oben hat, dennoch überzeugen kann.

Fazit: Fulminanter und würdiger Abschluss der Star-Trek Dreiteilers, der defintiv Lust auf mehr macht. Familiär und vertraut ergänzt man das bekannte Star-Trek Universum und dürfte viele alte und neue Trekkies begeistern.

8,5 von 10