VÖ: 03.02.17
(Folgenreich)

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MARK BRANDIS

Klapptext:

Vor den Abschlussprüfungen müssen die Kadetten der Astronautenschule Praxiserfahrung im Raumfahreralltag gewinnen. Mark Brandis, der davon träumt, später Alec Delaneys Erster Offizier zu sein, wird als Praktikant die nächste Reise des Forschungsschiffes ANAT begleiten. Unter Commander Brandt soll die ANAT die Atmosphäre des Planeten Jupiter erforschen. Doch als Brandt kurz vor dem Start verhaftet wird, ändert sich die Kommandostruktur: die ehrgeizige Patricia Simmons will um jeden Preis den Erfolg der Mission. Und Mark steht vor einer schweren Entscheidung …

Sprecher:

Mark Brandis - Daniel Claus
Alec Delaney - Sebastian Kluckert
Maître D‘ - Sascha Funke
Col. Leonard R. West - Tilmar Kuhn
Boris Baklanow - Michael-Che Koch
Cmdr. Michael Brandt - Thomas Schmuckert
Mark Brandis (Erzähler) - Michael Lott
Cpt. Patricia Simmons - Dorothea Lott
Lt. Andrew Sims . Olaf Reichmann
Lt. Finlay MacUallas - Ozan Ünal
Corp. Michael Horstmann - Werner Möhring
System Anat - Constance Kappler

Kritik:

Die Karriere von Mark Brandis geht stetig voran. Nun Außerhalb der Kadettenschule wartet ein geheimer Erkundungsauftrag auf den baldigen Vega-Absolventen. Eigentlich nur in überwachender Funktion eingeplant, steigt Mark schnell als wichtiges Crewmitglied auf, nachdem der Kopf der Operation, Cmdr. Brandt, vor der Mission in Gewahrsam genommen wird. Der Aufbau der Story scheint stark an die alten original Mark Brandis Folgen angelehnt. Via Baukasten setzt man Missionsparameter und ein zu Anfang träger Auftrag beginnt. Fast behäbig schleppt man sich bis zum letzten Drittel der Geschichte, bis das Tempo merklich anzieht, serienübliche Spannung auftritt und man als Hörer versöhnlich zurück auf diese Folge schaut. Immer noch begleitet Mark der mentale Kontakt von Kamerad Alec und sorgt für rege Zwiesprache, die geschickt gelöst, einen Erzähler unnötig macht und peinlich starre Dialoge umschifft. Die Idee, diese Verbindung mit der vorliegenden Folge zu lösen, ist zudem gut gewählt. War es nun auch langsam genug des Guten mit dem imaginären Gedankenaustausch. Soundtechnisch bleibt man sich treu. Druckvoll reizt Interplanar die Geräuschkulisse in den stillen Tiefen des Alls bis zum Maximum aus und belebt die Handlung stimmig und glaubhaft. Musikalisch bleibt man aber auch hier zurückhaltend und blass und besinnt sich lediglich auf kurze, altbekannte Themes. In puncto Sprecher überzeugt man. Allerdings ist die Sprachblockade der Crew ein wenig anstrengend umgesetzt. So klingt Cpt. Patricia Simmons - Dorothea Lott (die sonst bisher immer nur in kurzen Nebenrollen auftrat) weniger paralysiert, sondern wie eine zungenschwere Kölner Karnevalistin nach dem 30. Kölsch. Eine in meinen Ohren unglückliche Interpretation der entsprechenden Situation.

Fazit: „Das Jupiter-Risiko“ bekommt genau zum richtigen Moment die Kurve. Es zieht sich zwischenzeitlich schon ein wenig. Die Serie bleibt sich aber mit ihrem abschließenden Spannungsbogen und dem sanften Ausklang treu und versöhnt schlussendlich mit stimmiger Weltraum-Kost. Technisch völlig überzeugend bekommt man als Hörer (mit Blick auf die vergangenen Folgen) genau das geboten, was man erwartet. 7,5 von 10 Punkte