VÖ: 16.02.17
(Lübbe Audio)

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LÜBBE AUDIO

Klapptext:

Er trinkt das Blut seiner Opfer. Und doch ist er kein klassischer Vampir. Vielleicht nicht einmal ein Dämon. Er stammt von einer anderen Welt, aus einer anderen Zeit ... Er ist Mandraka, der Schwarzblut-Vampir!

Sprecher:

John Sinclair – Dietmar Wunder
Erzählerin – Alexandra Lange
Suko – Martin May
Kara – Susanna Bonasewicz
Asmodis – Bernd Rumpf
Sir James Powell – Achim Schülke
Myxin – Peter Matic
Nathan – Hannes Stelzer
Quentin Lowe – Robin Brosch
Brian – Tim Kreuer
Dr. Snyder – Peter Weis
Parker – Stefan Krause
Constables – Walter Gontermann, Helmut Zierl
Ansage – Jürgen Holdorf

Kritik:

„Mandraka der Schwarzblut-Vampir“ stellt den Beginn eines weiteren Mehrteilers im Sinclair Universum. Inhaltlich führt man uns zurück in das alte Atlantis, zu einem neuen Supergegner und wechselnden Verbündeten. Ein großes Thema steht bei John Sinclair leider meist erst einmal für wenig eigenständige Nebenhandlung, sondern das erste Abwägen von Freund und Feind sowie der Zuordnung und Vorstellung neuer „Boss“ Gegner auf die das Sinclair Team trifft. So ist „Mandraka der Schwarzblut-Vampir“ auch nur als erstes Intermezzo und grundlegenden Ausrichtung der kommenden Folgen zu betrachten. Die Eismeerhexe und der Planet der Magier warten. Ein wenig unglaubwürdig erscheint der Seitenwechsel von Myxin, dem Magier schon und das auch das kratzbuckelige Pakt-Heischen von Asmodis, dem Herrn der Hölle, höchst selbst zwar schon, doch hört man hier bei weitem kein schlechtes Hörspiel, sondern ein äußerst gutes möchte ich meinen. Gerade die Regie kann hier glänzen. So ist schon der Einstieg mit dem übellaunigen John ein Regiefest. Auch weitere Sprecher so zum Beispiel Bernd Rumpf (alias Asmodis) ,der sonst eher ein wenig flach gesprochen wird, zeigt immens viele neue Nuancen in diesem Charakter auf. Die restliche Sprecherriege ist thematisch begrenzt, übersichtlich aber hochkarätig. Die Dialoge sitzen die Leistungen glänzen. Die Produktion ist erwartungsgemäß brillant. Bis ins kleinste Geräusch detailverliebt ausgearbeitet, erwartet den Hörer ein kinoreifes Hörerlebnis das mit netten, stimmungsvollen Soundeinfällen nur so um sich wirft. Auch musikalisch braucht man sich mit vielfältigen Stimmungen nicht hinter Hollywoodreifen Scores zu verbergen sondern bewegt sich weiterhin auf Augenhöhe.

Fazit: Geplänkel für die kommende, epische Hauptstory trifft es wohl am ehesten. Technisch perfekt umgesetzt. Regie und Sprecher glänzen. Ein Hörgenuss der Spaß macht. 9 von 10 Punkte an denen auch die konstruierte Einleitungshandlung wenig rütteln kann.