VÖ: 24.03.17
(Interplanar / Greenlight Press)

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HELIOSPHERE 2265

Klapptext:

Die HYPERION halb zerstört, die Mannschaft zu Verrätern erklärt und gejagt den perfiden Plänen von Björn Sjöberg hat Captain Cross eine Waffe entgegenzusetzen: das Vertrauen der Mannschaft untereinander. Als unerwartet Rettung eintrifft, senden die neuen Verbündeten zwei Teams auf unterschiedliche Missionen: das eine soll ein Gegenmittel für den Killchip der Executive Controller stehlen, das andere auf der Station NOVA einen Verräter für die gute Sache gewinnen. Dass es so klappt wie geplant, steht schon fast in der Missionsbeschreibung. Und so ist Improvisation gefragt ...

Sprecher:

Cpt. Jayden Cross – Wanja Gerick
System HYPERION – Christine Pollack
Lt. Peter Task – Romanus Fuhrmann
Lt.-Cmdr. Tess Kensington – Manja Doering
Lt.-Cmdr. Guilia Lorencia – Franziska Arnold
Prolog – Joachim Kerzel
Lt-Crmr. Lukas Akoskin
Alpha 365 – Sven Hasper
Lt. Pjotr Nurakow – Uve Teschner
Adm. Sentana Pendergast – Anke Reitzenstein
Lt.Cmdr. Kristen Bellfair – Maria Koschny
System NOVA – Anja Jaramillo
Lt. Kerkos – Matthias Lühn
Cpt. Ivo Coen – Carsten Krabbe
E.C. Johannes Lipsted – Ozan Ünal
System CASSIOPEIA – Inken Wriedt
Lt. Persson – Sebastian Kluckert
Adm. Isa Jansen – Dorothea Lott
sowie – Daniel Flüß, Joachim C. Redeker, Oliver Seidler

Kritik:

„Getrennte Wege“ tifft als Folgentitel ziemlich gut die entsprechenden Inhalte. Abgespalten von den Putschisten und nur mit wenig Unterstützung dümpelt die Hyperion schwer angeschlagen durch den Raum. Es gilt Probleme zu lösen und glücklicherweise wenige Verbündete um sich zu scharen. Und so teilt sich auch hier die Handlung in zwei neue Hauptplots. Die Killchips der Besatzung müssen unschädlich gemacht werden während die strategisch wichtige NOVA Station ausgeschaltet werden muss um an dringend benötigte Resourcen zu gelangen. Kleine Teams werden entsandt um sich der Probleme anzunehmen. Es versteht sich fast von selbst, dass natürlich nicht alles glatt läuft und die Story über viele unerwartet Wendungen verfügt. Allerdings ist „Getrennte Wege „ im Gegensatz zu den Vorgängerfolgen deutlich ruhiger und kaum actionlastig in seinen Handlungsfäden. Es geht ruhiger und besinnlicher zu. Nichtsdestotrotz ist die Story komplex aufgebaut und verschachtelt. Viele Namen und technische Daten wie Begriffe prasseln auf den Zuhörer ein und verlangen ein waches Ohr. Die Welt von Heliosphere 2265 ist und bleibt ein sehr fein ausgearbeiteter Kosmos, der auch bei langsamer Fahrt viel an komplexem Storytelling offeriert. Aus Sicht der Sprecher gibt man sich keine Blöße, lediglich diverse „Ein“satzrollen klingen ein wenig starr. In puncto Musik hält man sich an altbekannte Interplanar Standarts. Weniger ist mehr. So erklingt meist nur das Heliosphere Thema zu Anfang und Ende, während man bis auch wenige Musikeinsätze in der Mitte die Story für sich alleine Sprechen lässt. Viel an Soundeffekten gibt die Handlung hier nicht her. Vieles beschränkt sich auf Grund der Spielort auf rauschen, pumpende Antriebe oder tschirpende Computer. Aber auch hier ist man stets bemüht mit den wenigen Mitteln die die Szenen bieten das Maximum an stimmungsvollen Effekten auf die Geschehnisse zu packen.

Fazit: deutlich ruhiger, doch immer noch immens dicht erzählt und vorangetrieben kann Heliosphere auch hier überzeugen. Ein wenig mehr Rasanz hätte es ab und an aber gerne sein dürfen. Technisch gibt es hier nichts zu beanstanden. Vielleicht ein letzter Satz zum Umfang. Das Booklet ist und bleibt informativ und ausführlich. Der Service das HSP auch gleich als MP3 Track und ebenfalls als Original E-Book zu hinterlegen ist beispielsloses Value for Money. 7,8 von 10