VÖ: 21.04.17
(Contendo Media)

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CONTENDO MEDIA

Klapptext:

Als Reporterin eines angesagten Lifestyle-Magazins ist Alexa immer auf der Suche nach einer heißen Story. Und diese scheint brandheiß zu sein! Sex-Guru Tilo Brick bietet in seiner Finca auf Mallorca Seminare für reiche und prominente Paare an, die wieder Schwung in ihr Liebesleben bringen wollen.
Getarnt als frisch vermähltes Pärchen geht Alexa dort mit ihrem Kollegen David auf Tuchfühlung - und das in vielerlei Hinsicht. Was beide nicht ahnen: die Finca des Sex-Gurus birgt ein düsteres Geheimnis…

Sprecher:

Alexa Völker – Stephanie Kirchberger
David Lenz – Tosten Sense
Tilo Brick – Swen Mai
Mira Groschek – Laura Thomas
Ingrid Hellmann – Gabriele Libbach

Kritik:

„Insel der Lüste“: Dem Titel allein gesteht man bereits gerne eine gewisse Erotik zu. In Verbindung mit dem äußerst schicken Cover dürfte die CD wohl in die ein oder andere interessierte Hand eines Gelegenheitskäufers oder auch Kenners der Reihe geraten. Das exotische Inselsetting wurde fein eingefangen, auch wenn man inhaltlich relativ wenig Raum für die eigentliche Sonneninsel Mallorca lässt. Das Setting ist simpel gehalten. Zwei Reporter eines Lifestyle-Magazins schleusen sich als angebliches Paar bei einen bekannten Sex Guru ein, um darüber zu berichten. Auch wenn sich gegen Ende ein seichter aber sehr konstruierter Kriminalfall entwickelt, liegt der Fokus dieser Folge klar auf knisternder Erotik und sinnlichen Spielen. Da man hier ohne Erzähler auskommen muss, springen hier die Darsteller selber ein um zu erklären, was gerade passiert. Einen Part, den man recht gut löst, wie ich finde. Auch ist man beim Autorenduo bewusst bemüht, raffinierte, andeutungsschwangere Dialoge zu kreieren, die zum Thema und der Handlung passen. Nur 5 Sprecher haben es in das Hörspiel geschafft. Störend wirkt dies aber nicht, den die Örtlichkeiten sowie auch die Handlung bergen nicht mehr Platz für weitere Stimmen. Ein Minimalismus, der passt und stimmig wirkt. Musikalisch greift man auf einen sehr atmosphärischen Soundtrack zurück, der einfach perfekt mit sommerlichen Rhythmen mit dem Setting verschmilzt. Die Effekte sind griffig, passend und fein produziert. Die Sprecher leisten eine gute Arbeit, auch wenn der anfängliche fast schon persiflierte Redaktions–Talk ein wenig überzogen erscheint und die Sprecher künstlich klingen lässt.

Fazit: Den spannenden Hörthriller vermag ich hier nicht ganz zu unterschreiben. Wohl aber ein thematisch stimmiges Hörspiel mit dem gewissen Etwas. Sanft perlende Erotik, die im Bereich Hörspiel klare Akzente setzen kann. 7.7 von 10