VÖ: 12.05.17
(Contendo Media)

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CONTENDO MEDIA

Klapptext:

In der psychiatrischen Klinik St. Bartholomew's ereignet sich ein verdächtiger Todesfall.
Pfarrer Morgan vermutet einen heimtückischen Mord. Um dem Täter auf die Spur zu kommen,
lässt Rose Bailey sich einweisen und ermittelt undercover in den Reihen der Patienten.

Sprecher:

Rose Bailey – Ulrike Möckel
Charles Morgan – Joachim Tennstedt
Suzanne Davis – Christina Puciata
Angus Jones – Lutz Mackensy
Diane Fitzpatrick – Dagmar Dreke
Francis Dudley – Tobias Schmidt
Detective Howard – Alexandra Lange
Dr. Ruben – Wolfgang Bahro
Harry O´Neill – Pat Murphy
Natalie Sikes – Melek Erenay
Walter Sikes – Kai Henrik Möller
Detective Westcott – Holger Löwenberg
Stephen Goldwater – Robert Levin
Ralph Chambers – Nils Rieke
Trevor – Markus Pfeiffer
Miss Alice – Katja Brügger

Kritik:

Da ist mit doch bereits in der letzten Folge eine maßgebliche Änderung durchgegangen, die man bei Contendo so perfekt gelöst hat, dass selbst ich es als eingefleischter Sprecher-Nerd kaum gemerkt habe. Denn bereits seit Folge 7 hat es einen Sprechertausch der Rose Bailey gegeben. Die großartige Rita Engelmann hat den Cast verlassen und wurde durch Ulrike Mökel ersetzt. Und diese klingt bis auf Nuancen und ein Minimum an herzlicher Wärme fast schon erschreckend ähnlich. Auch in „Die letzte Ölung“ bietet man ein erfrischendes Setting in dem die beiden Hauptprotagonisten gänzlich unkonventionelle neue Wege einschlagen um den aktuellen Mordfall zu lösen. Man hält einige Wendungen parat und gerade als das Hörspiel ein wenig vor sich hindämmert, trumpft man mit einer fantastisch inszenierten wie gespielten Therapiesitzung auf, in der Lutz Mackensy eine herrliche Paraderolle übernehmen durfte. Überhaupt sind die Sprecher und ihre Rollen verdammt gut von der Regie geführt. Lediglich Pat Murphy sackt mit seiner Rolle des Harry ein wenig nach unten. Irgendwie klingt seine gepresste Art des Redens immer wieder als würde er Händeringend vor einer verschlossenen Klotüre stehen. Sei es drum, denn diese Rolle ist weiterhin vernachlässigbar. Ein Fest ist wieder die Inszenierung dieser Geschichte. Mannigfaltige Geräusche erfreuen die Ohren und schaffen eine lebendige, fast visuelle Hörspielszenerie, die einfach Spaß macht. Im Einklang mit dem herzlich-charmigen Soundtrack ein echter Wertungsgarant. Die Auflösung des Falles ist weder zu lang noch verworren und reiht sich ein in die Hommage an quirlige 80 ´er Jahre TV Ermittler.

Fazit: Im ersten Drittel ein wenig träge. Doch die schrägen Charaktere der Psycho-Klinik und das Zusammenspiel der Sprecher versöhnen deutlich. Morgan & Bailey bleibt voll in der Spur. Ein sympathisches Duo und leicht staubige oldschool Kriminalfälle, die hier wunderbar modern und atmosphärisch dargeboten werden. 8,5 von 10 Punkte