VÖ: 16.06.17
(Midnight Seagull Media)

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MIDNIGHT SEAGULL MEDIA

Klapptext:

Ungezügeltes Verlangen beherrscht die Kuratorin Dr. Sophie Vandermeer, seit die mysteriöse Künstlerin Sudame ihre Ausstellung im Museum präsentiert. Fremdartige Stimmen ziehen Sophie in einen verführerischen Sog dunkler Begierde und uralter Mysterien. Welches schicksalhafte Band beide Frauen verbindet, liegt außerhalb jeder Vorstellungskraft. Keiner ist unschuldig, und schon bald findet seine Opfer, was sich bis zum Ende aller Zeiten in ewigem Fluch wiederholen muss...

Sprecher:

Dr. Sophie Kristina Vandermeer – Uta Dänekamp
Sudame – Heidi Klein
Ben – Jan Langer
Poseidon – Martin Sabel
Lena – Tina Zehetmaier
Opfer – Fabian Schwarz
Mob – Mark Bremer, Katja Keßler, Silvina Gaffke

Kritik:

Nach Viola Axtonist ist dies nun die zweite feste Serie aus dem Hause Midnight Seagull Media. Autor Markus Duschek gibt hier das Story Ruder aus der Hand und lässt als Produzent Autorin Kristina Lohfeldt ans Steuer, um mit „Sudames Lockruf“ eine der ersten erotisch angehauchten Geschichten zu präsentieren. Nach dem Durchhören bin ich erst einmal lange ratlos. Es wird weder ersichtlich ob dies eine fortlaufende Handlung ist, noch ist die völlig verworrene Geschichte gänzlich nachvollziehbar oder überhaupt stimmig. Da die Folge zudem ohne Erzähler auskommt, ist alleine schon der Beginn völlig überflüssig, in dem in einer fragwürdigen Vergangenheit mittelprächtige, emotionsmüde Mimen ständig dieselben Sätze rufen und sich dabei wiederholen. Furchtbar. Überhaupt lässt das Dialogbuch sehr zu wünschen übrig. Hölzerne Dialoge treffen auf ständiges Sinnieren der Protagonisten oder deren sperrige Selbstgepräche. Die Story ist sprunghaft und besitzt kaum einen roten Faden. Das Wieso und Weshalb geht hier irgendwie völlig unter. Wirre Traumsequenzen treffen auf spröde Handlungsfetzen. Auch die Sprecher an sich stützen den Eindruck das Midnight Seagull weiter auf einer mäßig professionellen Welle reiten. Sprecher, die hölzern durch die Handlung stolpern und dabei weder Gefühl noch glaubhafte Emotion in ihre Rollen portieren können. Von großartigen Sprecherleistungen kann ich hier auf jeden Fall nicht berichten. Auch in puncto Sound und Effekte fährt man auf Sparkurs. Solide und unauffällig untermalt man die Handlung. Eine dichte Inszenierung findet man hier leider nicht. Selbiges gilt für austauschbare unspektakuläre Musik. Ein letztes Wort zum Thema Erotik. Ein feuchter Traum in der Badewanne. That‘s it. Wer etwas wie „Sex in Serie“ als ähnliches Kaliber erwartet hat, der kann seinen Wunschzettel direkt neu überarbeiten. Weitere Erotik-Szenen, die monologisiert und emotionsfrei vorgetragen werden, sind in etwa so erotisch wie 5 Wochen alte Socken.

Fazit: Nope, das war mal nix. Hier fesselt und überzeugt einmal rein gar nichts. Midnight Sin präsentiert sich als Low Price Produkt, das mehr als oft an amateurhafte Grenzen stößt und vor allem Inhaltlich zu keiner Zeit überzeugen konnte. 4 von 10 Punkte