02 unherz

VÖ: 17.02.2017
(Laute Helden / SPV)

Style: Deutschrock

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UNHERZ

Die Jungs aus Kaiserslautern haben mich nicht immer vom Hocker gerissen und so manches Album ist gar nicht an mich gegangen, daher mal sehen, was jetzt aus K-Town kommt.
Die „Ouvertüre“ ist schon mal ein fetter Einstieg und auch das Titelstück hat von der Produktion her Bums ohne Ende. Dazu kommt, dass neben dem Deutschrock der Jungs auch ein Hauch Bombast mit hinzu kommt. Dieser verfliegt dann bei „Flug ohne Landung“ das kernig rockt und im Refrain Eingängigkeit beweist. Der „Adler“ kommt danach als harter Stampfer, wo die Riffs hart sägen und es dann in aggressiven Drive übergeht, aber auch die Eingängigkeit aufrecht erhält. „Felix“ beginnt balladesk, kriegt und drückt dann aber noch mehr als der Vorgänger Track, um dann mit „Das Hier Bin Ich“ fast schon ein guten Pathos zu erzeugen. Bei „Mittelfinger“ hätte ich eigentlich gedacht, dass es hier flott abgeht, aber weit gefehlt, der Refrain bleibt im Ohr, während die Strophen im kräftigen Mid Tempo sind. Der „Easy Rider“ ist eher ruhig gehalten, steigert sich gegen Ende des Track aber noch gehörig, um dann mit dem „Heimatwind“ erneut kräftig stampfend und brodelnd ans Werk zu gehen. Auch wieder sanfte Klänge eröffnen „Das Graue Grab“, das sich aber zu einem cool groovenden Rocker entwickelt. „Ich Geh Mit Dir“ lässt klar Nähen zu den Böhsen Onklez aufkommen, was auch locker auf das folgende „UMC“ zutrifft. Ein melodisch melancholischer Deutschrocker ist „Helden Von Morgen“ und im finalen „Die Welt In Flammen“ kann man jederzeit mitgröhlen.
UNHERZ haben hier eine starke Produktion und ein gutes Album, dass aber leider nicht nur Highlights hat, sondern auch ein paar durchschnittliche Nummern, so dass es am Ende 6,8 von 10 Punkten sind.