VÖ: 18.08.15
(Roll The Bones Records/Soulfood)

Genre:
Power Metal

Homepage:
GREYDON FIELDS

Lange habe ich überlegt an wen oder was mich dieser wirklich gute Langspieler hier erinnert. BLACK DESTINY mit ihrem richtig starken ‘04er Album „In Neo Noir“ sind die Lösung. Die haben mich damals genauso angemacht wie jetzt GREYDON FIELDS mit ihrem Debüt „The God Machine“. Nicht nur Front- und Backcover wissen hier zu überzeugen, nein auch die neun auf dem Erstling enthaltenen Stücke, die es auf eine Gesamtlaufzeit von 49 Minuten bringen, reizen einen, diesen schön satt produzierten Rundling sich erneut und nochmals im Player drehen zu lassen. Stilistisch bewegt sich das Quintett aus dem Ruhrgebiet zwischen thrashig angehauchtem Power Metal (beispielsweise der Opener „Vengeance“ oder „Hellfire“) bei den Gitarren und US angehauchtem Heavy Metal (METAL CHURCH, SANCTUARY). Für letzteres Genre stehen für mich das genial groovende „Us Or Them“ oder der überaus anspruchsvolle knapp 8–minütige „Greydon Fields“ Pate. Sofort gehen einem Gitarrenfan Song für Song die interessanten Licks, die auch mal leicht ins Progressive abgleiten und der treibende Rhythmus ins Ohr. Der raue Gesang (klingt sehr nach Bobbes von IHRESGLEICHEN) ist ein schöner Ausgleich zu den oft hellen und sauberen Leadgitarren, die eben aus dem breiten Hintergrundrhythmus geradezu herausstechen („Some Things I See“). Ein weiterer Grund für mehrere Hördurchgänge ist vielleicht die hier erreichte Eigenständigkeit/Wiedererkennung. Klar mag man Einflüsse diverser Bands aus den vorgenannten Genres ausmachen, aber auf einen Direktvergleich lasse ich mich bei GREYDON FIELDS definitiv nicht ein. Zu abwechslungsreich ist das Songwriting. Wenn du denkst, ja das könnte von der Band XY stammen, dann folgen z. B. Stücke wie „Wake Up In Hell“ oder der Titeltrack selbst mit einer düster doomigen Attitüde und schon kannst du alle Gedankengänge wieder über den Haufen werfen. Cooles Album, bitte mehr davon!

Punkte: 8,5/10