04 demonhead

VÖ: 07.04.2017
(The Sign Records)

Style: Retro/Vintagerock

Homepage:
DEMON HEAD

Seit 2012 bestehend, widmen sich die Dänen DEMON HEAD, deren Biographie bereits mehrere Demos, EP's und Kassettentapes (!) umfasst, okkult angehauchtem Retrorock. Feine Melodien haben sie ergo zu Hauf, das Faible für ausgefeilt griffige Songstrukturen liegt ihnen im Blut. Etwas mehr Explosivität und Räudigkeit hinsichtlich mancher Gesangs- und Gitarrenpassagen wünschte man sich ab und an durchaus, ansonsten frisst sich der fließende classic Vintagerock mit jedem Durchlauf bis auf weiteres annehmbar ins Gehör. Hinter dem textlich auf dem ersten Blick harmlos erscheinenden Muster verbergen sich teils ungeahnt heftige Themen, - „Menneskeaederen“ bedeutet vom dänischen ins deutsche übersetzt „Menschenfresser“. Beklemmendes Düsterfeeling zeichnet sich bei Nummern wie dem von Kirchenglocken und Akustikgitarre verzierten „Hic Svnt Dracones“ ab, während „Gallows Omen“ zunehmend vordergründig auf vertrackt kauzige Stilelemente setzt. Beständigstes Merkmal dieser Scheiblette ist neben dem effektiv einprägsamen Gesang von Vocalist Ferreira Larsen die herausragende Leadgitarrenarbeit, die selbst den lässigen Schlagzeugbeat und die knarrzigen Gitarrenriffs teilweise in den Schatten stellt. Um okkulten Doom handelt es sich also keineswegs. Dafür basiert die Musik deutlich auf bewährtem 70er/Früh 80er Classic Rock-Fundament, wobei stets nur ein zart die Vorbilder streifender, kaum wirklich in die Nähe deren Heavyness reichender Hauch von DANZIG, PENTAGRAM, WITCHFINDER GENERAL usw. mit anrüchige. THE DOORS-Spirit verbunden, geschickt mit Einflüssen schwedischer Genrekollegen Marke WITCHCRAFT/HORISONT einschließlich manch bedächtigeren YEAR OF THE GOAT-Momenten kombiniert wird. Wer eine gediegenere, reichlich ausgewogene im leicht verzerrten Soundraster sich bewegende gern das Tempo drosselnde, um es dann wieder abrupt anzuziehende, gehalltvoll interessante Mischung leicht angedeutetem Vintagerocks spannenden Inhalts mag, darf 'Thunder On The Fields' einem dringenden Hörtest unterziehen, - es könnte sich lohnen! 8/10