05 eisregen

VÖ: 05.05.2017
(Massacre Records)

Style: Extrem / Dark Metal

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EISREGEN

Die Thüringer Extrem Metaller von EISREGEN bringen hier ihr erstes Konzeptalbum über die geilen Horrorstreifen der 70'er und 80'er Jahre und da wir alle wissen, dass Sänger M.Roth immer für Überraschungen gut ist, lass ich das Werk auf mich wirken.
Der Opener „Drei Mütter“ überrascht auch sofort, der Gesang von Herrn Roth ist gewohnt morbide, öfter kommt er mit passendem Klargesang daher und die Drums von Yantit sind wie immer verdammt tight. Den Unterschied macht hier auf jeden Fall das Keyboard, das dem Track eine finstere Note verleiht und durch den Mönch artigen Backing Gesang kommt das noch besser zur Geltung. Auch die läutenden Glocken und der chorale Mönchgesang mit Glockenschlägen passt in das Horror Flair, doch das Stück vermischt hier wieder geschickt harte Riffs und gleichzeitig domonierenden Keys. Das Tempo ist nicht sonderlich hoch, was sich danach bie „Jenseits der Dunkelheit“ aber ändern soll. Hier lässt es Yantit an den Drums richtig krachen, wobei auch hier die Dominanz der Klampfe und des Keyboards sich die Waage hält und es oft in kriechend morbide Ebenen heruntergeht. Lange ist „Die letzte Reise des Alan Yates (Metamorphose 2)“ allein von Gesang und Keys / Samples bestimmt, doch dann mit diesem herrlich bösartigen Flüstergesang lässt M. Roth dem Bösen freien Lauf. Wenn dann die Drums ein kleines Donnern veranstalten, kommt eine Spur Härte hinzu, die aber wohl dosiert ist. Es folgt mit „Auf den Spuren der Säge“ ein Song, bei dem klarer und extremer Gesang sich die Klinge, äh, Klinke in die Hand geben und dazu ist die Musik cool groovend. In „Tiefrot“ vereinen sich Film Samples und typischer EISREGEN Sound zu einer starken Einheit, wie man es von den Thüringern liebt. Mit „Nahe der Friedhofsmauer“ haben wir einen Song der auch locker auf dem zweiten Album der Band hätte platziert sein können, sanfte Musik aus dem Hintergrund, doch das extreme im Gesang passt eben hervorragend zusammen und der tanzbare Part dieses Songs kommt cool rüber. So wie es dann endet, beginnt es auch mit „Menschenfresser“, da kann man locker mitgehen, doch dann wird das Stück bedrohend, um sich dann zu einer symphonischen Bosheit öffnet. In den 80'ern gabe es nicht nur geile Filme, sondern auch Synthie Rock, so kann man „Syndikat des Schreckens“ sehen und das weckt fast schon Erinnerungen. Episch und gleichzeitig böse, so wirkt „Im Blutrausch“ auf mich und „Satan der Rache“ ist ein Track, der förmlich zu Spaghetti Western passt. Der Bonus Song „Nachts kommt das Delirium“ ist erneut eine typische EISREGEN Nummer mit schwarz morbidem Humor und so endet diese CD.
Eines muss ich leider sagen, für mich ist „Fleischfilm“ vielleicht nicht die beste EISREGEN Scheibe, aber so morbide und düster waren die Thüringer schon lange nicht mehr und daher sind es immer noch sehr gute 8,9 von 10 Punkten.