08 wagewar

VÖ: 04.08.2017
(Spinefarm Records)

Style: Modern Metal / Metalcore

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WAGE WAR

Die Jungs aus Florida kommen hier mit ihrer zweiten Scheibe an und dabei werden Modern Metal / Metalcore Fans voll bedient. Der Opener „Two Years“ fungiert hier mehr als Intro, der sich am Ende durch harte Riffs steigert und in „Southbound“ übergeht. Hier wird dann jeder Fan des Genres voll bedient, der Wechsel aus angepissten Shouts und cleanen, eingängigen Gesangparts ist sehr gut getroffen, gefrickelt wird oft und genug und auch die Härte ist oft sehr weit oben angesiedelt. Das Stampfen in „Don't Let Me Fade Away“ ist fett ohne Ende, die Aggression auch und dazu kommt noch ein deftiger Groove, der gut ankommt, während in „Stitch“ der Kick Ass Nu Metal eher das Heft in der Hand hat. In „Witness“ ist der Mix aus harten und weichen Vocals sehr gut getroffen und die Musik dabei hält sich in Sachen Aggression auch ein Stück weit zurück, um dann beim Titelstück wieder voll zuzulegen und dabei auch noch eine gute Atmosphäre aus dem Hintergrund aufzubauen. Total im Kontrast dazu steht „Gravity“, wo sogar sanfte, ja fast schon balladeske Passagen dabei sind und die eine starke Ausstrahlung besitzen. Mit seinen flotten Drums kommt „Never Enough“ teils sogar an den guten, alten Hardcore heran, doch WAGE WAR bauen dazu ihre melodisch modernen Parts mit ein, so dass hier für Abwechslung gesorgt ist. „Indestructible“ ist zwar ein typisches Genre Stück, das aber dank der fetten Produktion totale Power besitzt, danach kommt „Disdain“ vertrackt und stampfend daher, forciert aber an manchen Stellen auch gerne mal das Tempo. Auch in „My Grave Is Mine To Dig“ ist der Mix aus Härte und Melodie sauber in Szene gesetzt, während am Ende „Johnny Cash“ eine ganz sanfte Nummer ist.
WAGE WAR haben hier ein Album, das in der Szene großen Anklang finden dürfte und daher auch von mir verdiente 8,7 von 10 Punkten bekommt.