Konzert vom 05.03.16
Bands: ALPHA TIGER, OSTROGOTH, STALLION, SIGNUM REGIS, TALES OF HORROR, ELVENPATH

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FULLMETAL OSTHESSEN

Die fünfte Auflage des mittlerweile überregional sehr bekannten F.M.O. = FULL METAL OSTHESSEN zieht vom 4. - 6. März zahlreiche Anhänger harter Gitarrenmusik aus der treuen Undergroundszene ins Dorfgemeinschaftshaus Niederjossa. Nein, es sind keine drei, sondern wie im Vorjahr zwei Festivaltage, zum Abschluss des Sonntags wird ein Gottesdienst im DGH gehalten. Von Veranstaltern, Bands, zahlreichen Supportern und last but not least, natürlich von den Fans liebevoll gepflegt, wuchs im Laufe der Zeit mit dem FULL METAL OSTHESSEN über Jahre eines der schönsten Pflänzchen in Sachen Kulturevents für den Heavy Metal-Underground auf osthessischem Boden, wie es in seiner Verbundenheit möglicherweise absolut einzigartig ist. Christliche Heavy Metalfans feiern mit nicht christlichen Heavy Metal Fans zusammen ein Festival der Superlative in überschaubar kleinem Rahmen mit effektiv großer Breitenwirkung. (MT)

Durch mein überpünktliches Erscheinen reichte es diesmal sogar zu einem kurzen Plausch mit einem sichtlich gut gelaunten Veranstalter, der ob des guten Besucherzuspruches vom Vortag mit den gleichen Erwartungen für den heutigen Tag an den Start ging. Unterm Strich dürften heute auch wieder etwas über 250 Musikbegeisterte den Weg nach Niederjossa gefunden haben. Das Full Metal Osthessen wurde über die Jahre selbst überregional immer bekannter und etabliert sich so langsam in der Szene. Bereits zur Öffnung, 30 Minuten vor Konzertbeginn, waren der Außenbereich als auch der Innenraum der Halle schon gut gefüllt. Was so eine inoffizielle 5-Jahresfeier ausmacht, oder waren es doch die Bands, die heute auf dem Programm standen und eben die Metalheads anlockten? (ML)




ELVENPATH starteten jedenfalls pünktlich um 17.00 Uhr und zogen auch gleich gut 100 Interessierte in die Halle. Leider nicht vor die Bühne, denn das ist in Osthessen wirklich sehr schwer. Hier gibt es nämlich den berüchtigten Fuldaer Halbkreis. Der befindet sich direkt vor der Bühne und scheint so etwas wie eine imaginäre Bannmeile darzustellen. Dem Frankfurter Quintett schien das aber völlig egal zu sein. Ohne sich lang mit sinnlosem Gerede oder Mitsingspielchen aufzuhalten, spielte man sein 35-minütiges Set runter. Der Spaßfaktor der Akteure lag hier bei gefühlten 100 %. Selbst, wenn die Gitarrenläufe bei Till Oberboßel und Aushilfsklampfer Heiner (spielte das „Spirol“-Album mit ein) nicht immer synchron gespielt wurden, das juckte auf der Bühne anscheinend keinen. Ganz unbekannt waren die Jungs einigen Teilen des Publikums wohl auch nicht, denn im Rund konnte man schon das ein oder andere Grüppchen ausmachen, welches dem hessischen Power Metal sehr zugetan war. Sänger Dragutin wird es mir als einem seiner größten Kritiker verzeihen, wenn ich hier schreibe, dass er mir wieder mal etwas zu viel opernhafte Theatralik in seinen Gesang und Gestik mit eingebracht hat. Er ist halt durch und durch ein Klassik-Fan, und mit wem gehen nicht mal die Gäule durch? Wir waren in Niederjossa ja auch auf dem Land und nicht in der Stadt. Geschadet hat es dem Auftritt jedenfalls nicht, und vielleicht hat man heuer auch wieder ein paar neue Musikfreunde für sich begeistern können. Dafür wurde zumindest beim sehenswerten Gitarrensolo incl. Synchrontapping beim Schlusssong mächtig geworben. (ML)



Bei TALES OF HORROR ist nicht etwa der Bandname das musikalische Programm. Die Bielefelder spielen traditionellen Heavy Metal der 80er Schule. Anders als beim Opener kreuzten sich die Wege der Band und mir bisher nur einmal auf dem Chance For Metal Festival in Rüsselsheim 2011. Und wie ich die Jungs da so auf der Bühne stehen und spielen sah, fiel mir auch noch mehr zu ihnen ein. Sänger Markus Brand z. B. singt ja auch noch bei der MAIDEN-Coverband EDDIE’S REVENGE. Seine Performance und Interaktionen mit dem Publikum lassen vermuten, dass er schon einiges an Auftritten vorzuweisen hat. Locker, flockig und voller Selbstbewusstsein zog er das Publikum auf seine Seite, schaffte es aber auch nicht wirklich, den besagten Fuldaer Halbkreis zu überwinden. Diesen Freiraum nutzte der Gitarrist allerdings für sich und begab sich zur Bandhymne „Back To Metal“ zum Rocken mit dem Publikum vor die Bühne. Die Mitsingrefrains und artverwandte Melodien zu bekannten Bands wie BLACK SABBATH, MAIDEN, SAXON und Konsorten fanden ihren Anklang und waren nicht nur für die Neuankömmlinge ein leichter Einstieg in den Konzertabend. Selbst mit einem halben Ohr, weil das andere diversen Gesprächen lauschen musste, bekam man von der Musik immer was mit. Tja, und wenn du am Schluss dann auch noch die volle Aufmerksamkeit aller Zuschauer erhältst, hast du scheinbar alles richtig gemacht, auch wenn der Anlass eher einer Panne gleicht. Aus welchem Grund auch immer hatte man das eigene Setende wohl verpennt und bekam auf eine nette Art den Saft beim letzten Song abgedreht, als man diesen nach einem Verspieler gerade neu anstimmen wollte. (ML)



Ehrlich gesagt hatte ich mir von der nächsten Band live nicht wirklich viel erhofft, und doch waren sie mit ein Grund, warum ich heute hier war. Außer dem aktuellen Album „Chapter IV: The Reckoning“ mit ein paar guten Songs kannte ich von den Jungs aus der Slowakei nichts. Tja, und was soll ich sagen? SIGNUM REGIS ist ein Bandname, den sich Melodic Metal Fans bei Konzerten in Zukunft merken sollten. Das Quintett, bis dahin die einzige Band mit Keyboard, wusste spieltechnisch zu überzeugen und hatte mit Mayo Petranin einen stimmgewaltigen Sänger am Start. Ich habe keine Ahnung, aus welchen Songs der bislang vier Alben die Setlist zusammengestellt wurde. Ich weiß nur, dass in der guten Stunde, die die Jungs gespielt haben, kein einziges Stück als Ausfall bezeichnet werden konnte. Selbst die älteren, etwas progressiver ausgelegten Lieder fesselten ungemein. Das hat wohl auch das Publikum so gesehen. Spätestens zur Hälfte der Show hatte die Truppe ihre Ernte eingefahren, denn das bisher eher aktionsarme Publikum ließ sich von der Animation angemacht sogar auf Mitsingspielchen ein. Ich hab keine Ahnung, ob der ganze Nebel auf der Bühne dran schuld war, aber gut fürs Auge war es schon, dass die Burschen immer mit ihren Schuhspitzen am Bühnenrand kratzten. Wenn ich die überglücklichen Jungs, die nach der Show von ihrer Kurztour und einem stocksteifen Publikum am Vorabend in Holland erzählten, richtig verstanden habe, war das heute hier ihre erste Show in Deutschland überhaupt. Das FMO kann dann als gebührender Empfang bezeichnet werden, denn die Publikumsreaktionen zum Showende habe ich so bei diesem Festival selten erlebt. Fans von einprägsamen Melodic Metal Melodien, die z. B. SERIOUS BLACK gut finden, werden an SIGNUM REGIS definitiv Gefallen finden. In mir haben sie definitiv einen Fan mehr. (ML)



Kollege Mike hat es bereits erwähnt, SIGNUM REGIS waren beeindruckend, so stark hätte ich die Slovaken, von denen mir zwei ihrer Studioalben bekannt sind, live nicht eingeschätzt! STALLION erfüllen die Erwartungen voll und ganz, liefern einen Hammer-Headlinergig, der sich gewaschen hat. Nach allem was bisher kam, gibt's beim Schwabenfünfer kein Halten mehr. Zahlreiche Arme gehen nach oben, egal welches Stück auch immer durch die Verstärker rauscht, „The Right One“, deftig ins Mett hauende Powerspeedbrecher wie „Wild Stallion“, „Rise and Ride“, „Wooden Horse“ (der  Groovehammer des Tages!) und Stahlhymnen Marke „The Devil Never Sleeps“ bringen die Reihen zum kollektiven Austicken! STALLION werden gnadenlos abgefeiert, Front-Sympathicus Pauly glänzt mit gewohnt lockeren Ansagen; allein das extravagante Outfit vom STALLION-Sänger sticht wie so häufig besonders hervor. Die Gitarrenfraktion wirft sich in tolle Posen, agiert spritzig, zudem über die Maßen heavy bis unter die Kinnlade auf den Brettern, gekrönt von einem immens fetten, klar ausgesteuerten Topsound, (Riesenkompliment an den Soundmixer – alles richtig gemacht, super!) Dem Spezialgast des F.M.O-Wochenendes, PENTAGRAM/ VICTOR GRIFFIN'S INGRAVED/ PLACE OF SKULLS-Gitarrist Victor Griffin zu Ehren (Ehre wem Ehre gebührt) wird von den Stahlhengsten das ROCK GODDESS-Cover „Heavy Metal - Rock n' Roll“ gewidmet. „Habt ihr richtig Bock auf Metal?!?“ richtet Pauly seine Frage verstärkt ans Publikum, im Grunde genommen gleicht die Frage eigentlich fast schon einem Befehl. Ja, das Publikum hat - und wie! Bis zur Saalmitte wird permanent Vollgas gegeben, zahlreiche Mähnen sind bis zum äußersten Anschlag im wilden Dauertakt am Rotieren, erhobene Fäuste, Hörnergabeln, auch weiter hinten geht’s richtig ab. Ein restlos austickendes Publikum –  ganz nach dem Geschmack von Veranstalter, Band und Fans - gibt beeindruckend Zeugnis einer Topdarbietung, bei der so ziemlich alles stimmt. Tja, und was darf bei STALLION grundsätzlich erst recht nicht fehlen? Die ultimative Schlachthymne „Canadian Steel“ gefolgt von einem ebenso wenig verzichtbaren „Shadow Run“. Der ganze Saal tobt abermals heftig. STALLION werden unter kräftig tosendem Applaus amtlich von der Bühne gelassen. – Am Ende bleibt positiv festzustellen: Trotz drei guter, kräftig Stimmung machender Vorbands - der bis dato mit  Abstand beste Gig des F.M.O.-Samstags. 60 Minuten unbändiger High Energy Heavy Metal – Rock’n'Roll für nicht zu kurierende Überzeugungstäter. - Genau so kennt, wertschätzt und mag die klassische Heavy Metalfangemeinde STALLION! (MT)

Die Stahlhengste brachten mit folgender Setlist das DGH Niederjossa zum Wackeln:
Killing Time
Wild Stallions
Watch Out
The Right One
Rocka Rolla
Rise and Ride
Wooden Horse
Stigmatized
The Devil never Sleeps
Heavy Metal – Rock n' Roll (Rock Goddess-Cover)
Zugaben:
Canadian Steele
Shadow Run

Einige zum Festival gehörende Randnotizen  
Zwischenzeitlich ist es Zeit für ein Interview mit Victor Griffin, das ihr gesondert bei FFM-ROCK in der Rubrik 'Interviews' lesen könnt. Umbaupause, jetzt schnell noch einen Happen essen, dazu alkoholfreies Bier, anschließend heißt es für mich wieder kräftig ranklotzen, es gibt einiges zu tun. Irgendwie hat im Laufe des Abends noch etwas gefehlt. - Wo sind die Punks? Dieses Jahr nicht am Start, sie haben für ihre letztes Jahr zu später Stunde veranstaltete Bambule auf Gelände und in der Festival-Location (Kollege Mike berichtete darüber, was sich ereignete) Hausverbot vom Veranstalter erteilt bekommen, womit rückwirkend ein deutliches Zeichen vom F.M.O.-Team gesetzt wurde, dass man solchem Treiben konsequent entgegentritt. Ob die Punks nächstes Jahr Einlass gewährt bekommen ist unklar, diese Entscheidung liegt im Ermessen des Veranstalters.

Die Händler-Gasse im Seitengang bietet LP's, CD's, Patches, Buttons, Kapus, Shirts und vieles mehr. Das Verteilen von Metal-Bibeln gehört als Privileg des Veranstalters zum Festival dazu. Es ist jedes Jahr ein besonderes Erlebnis, wenn christliche Heavy Metalfans mit nicht christlichen Heavy Metalfans eine Sause im Niederjossaer-DGH feiern, die sich gewaschen hat, wobei auch das Billing unterschiedlich bestückt ist, d. h. christliche spielen mit nichtchristlichen Bands zusammen. Dass eine solche Kooperation prächtig funktioniert, zeigt sich besonders deutlich auf dem F.M.O.!  (MT)

Für die ausgefallenen US-Powermetaller RUTHLESS sind OSTROGOTH nachträglich ins Billing rein gerückt. Ein ganz dickes Kompliment meinerseits an den Veranstalter, der so schnell reagierte und mit Verpflichtung des belgischen Heavy Metal-Urgesteins prompt für ausgezeichneten Ersatz sorgte. Bei OSTROGOTH haben sich die Reihen im DGH deutlich stark gelichtet, was aber nicht der Band selbst geschuldet ist, sondern sich dahingehend begründet: Das belgische Heavy Metal-Urgestein ist einem größeren Teil des eher auf glattpolierte Acts schwörenden F.M.O.-Auditoriums schlicht unbekannt und - seien wir ehrlich - mindestens eine Spur zu heavy! - Purer Metal, bei dessen Inhalt die Kuttenfraktion im Quadrat steil geht. Die „Exoten“ im Billing machen ihren Job vom Start weg ausgezeichnet. Vor einem sehr kampferprobt-fachkundigen Die Hard-Fanpublikum, (das im OSTROGOTH-Shirt gekleidet) alle Songs der Belgier Zeile für Zeile kennend mitsingt, sich komplett vom guten alten 80er-N.W.O.B.H.M.-Spirit anstecken lässt, dem handgemacht ehrliche Musik mehr bedeutet als astronomische Verkaufszahlen, spielt die belgische Underground- Legende völlig befreit auf. Gleich zu Beginn herrscht mit „Scream Out“, „Ecstasy and Danger“ und einem gewaltig umjubelten so früh kaum erwarteten „Paris by Night“ Klassikeralarm. Weitere Edeltrüffel anderer Alben, „Shoot Back“, „Too Hot“ vom 1985er 'Too Hot'-Release „Samurai“ auf das 1987 erschienene 'Feelings of Fury'-zurückgehend, finden ebenfalls Anklang. Die drei Songs von der neuen guten 2015er Last Tribe Standing-EP („No Risk Taken“, „Clouds“ und „Last Tribe Standing“) bekommen zumindest ausreichende Resonanz, doch am allerheftigsten werden immer noch die Stücke des bis heute unerreicht gebliebenen Debüts abgefeiert! Shouter Josey Hindrix verströmt mit seiner Mannschaft soviel spürbaren 80er-Jahre Pathos, dass es in allen Ecken knistert.
„Full Moon's Eyes“, ohnehin unverzichtbar, und „Queen of Desire“, kaum weniger essentiell, sind ebenso präsent. Den Schluss markiert das unverzichtbare Doppel der 'Full Moon's Eyes' -EP „Heroes Museum“/„Rock Fever“, womit sich die Belgier gebührend von ihrer ergebenen, kräftig den Saal rockenden Fanschar verabschieden, womit OSTROGOTH trotz verändertem Set in der Lage sind, vor ihren Fans zu bestehen. 70 Minuten feinster Oldschool-Metal, der längst nicht eines jeden Sache sein muss, dafür seinem treuen Fanklientel in gewohnter Weise nichts schuldig blieb. Top! (MT)

OSTROGOTH beeindruckten durch folgende Setlist:
Intro/Scream Out
Ecstacy & Danger
Shoot Back
Paris By Night
Clouds
No Risk Taken
Too Hot
Queen of Desire
Samurai
Full Moon's Eyes
Last Tribe Standing
Zugabe:
Heroes' Museum
Rock Fever

Letzte Umbaupause. Kurz bevor der Hauptact zum Festivalausklang bittet, macht sich das unvermeidbare, jährlich aufs neue grassierende Phänomen der Politik des Zu-frühen-Abhauens bemerkbar, was gerade bei einer Band wie ALPHA TIGER vollkommen unverständlich erscheint. Der noch verbliebene, sich als echte ALPHA TIGER-Fans outende Publikumsteil bekommt dementsprechend auch etwas geboten. Über den Sängerwechsel bei ALPHA TIGER spalten sich seit letztem Jahr heftig die Gemüter. Um 23:05 Uhr im DGH-Niederjossa bietet sich mir der Anblick einer konsequent ihr Ding durchziehenden Band, geleitet von einem Sänger, der sich redlich bemüht, seinem beliebten Vorgänger gerecht zu werden, ohne wie dessen pure Kopie zu klingen. Eine mächtig drückende Gitarren-Wall of Sound, quietschende Leadsolischleifen, angetrieben vom kraftvoll hämmernden Schlagzeug, nach wie vor alles da, was ALPHA TIGER auszeichnet. Benjamin Jaino verfügt schon über ein etwas tieferes Stimmvolumen als sein Vorgänger, hinter dem er sich nicht verstecken muss. Der quirlige Frontmann sucht häufig, was umso lobenswerter ist, wie sein Vorgänger direkte Publikumsnähe, ohne eine Kopie des ehemaligen Bandmitglieds abzugeben. Lockere Sprüche, verstärkte Aufforderungen, Fäuste zu recken, Mimik, Posen, Gestik und so einige Mitsingspielchen z. B. bei  „We never take it“ (anymore) des gut aufgelegten Fronters bringen das Publikum zunehmend in Wallung. ALPHA TIGER sind auch ohne ihren ausgestiegenen Sänger Stephan „Heiko“ Dietrich - soviel bleibt nach diesem Gig festzuhalten - nach wie vor eine sichere Bank auf dem Live-Sektor! Am meisten punkten ALPHA TIGER kurioserweise mit ihren Covern von RIOT („Flight of the Warrior“) und einem der Jahrhundertkultlegende IRON MAIDEN in aller Form ehrwürdig mächtig das DGH Niederjossa zerlegenden „Hallowed Be Thy Name“. ALPHA TIGER wurden ihrem Headliner-Status gerecht. Wenngleich der Sängerwechsel auch weiterhin Thema diverser Internetforen bleibt, haben die Freiberger ihren Ruf als beeindruckende Liveband gesundermaßen bestätigt, woran der neue Sänger Benjamin Jaino sein gerütteltes Maß Anteil trägt. Skeptiker sollten besser Flaschenspülen gehen. ALPHA TIGER bleiben ALPHA TIGER, - Basta! (MT)  

Bedanken will ich mich von meiner Seite für den freundlichen, jederzeit höflich zuvorkommenden Thekenservice, und natürlich beim gesamten F.M.O.-Veranstalterteam für einen phantastischen, mit viel Herzblut ausgerichteten, jederzeit gelungenen Event in fanfreundlich organisiertem Rahmen, der viel zum kleinen Preis in bewährter Location bei tollen Lichtverhältnissen inklusive gut abgemischtem Sound bot. Das FULL METAL OSTHESSEN, soviel zeigt der Festivalrückblick - seit erstmaliger Teilnahme nicht mehr aus meinem Terminkalender wegzudenken -, hat sich prächtig gemausert. Dank eines reichlich interessanten Bandbillings in überschaubarem Rahmen vor gewohnt bunt gemischtem Auditorium in bewährter Location (DGH Niederjossa), ist das F. M. O. seit erstmaligem Erscheinens auf der Festival-Landkarte erheblich gewachsen. Das fast schon im familiären Rahmen verlaufende Kleinevent hat sich vom früheren 1-Tages- zum 2-Tage Festival überregionaler Bekanntheit entwickelt, das ein gewohnt kampferprobt-vielschichtiges Fanpublikum traditioneller Heavy Metal-Musikkultur innerhalb sowie außerhalb Hessens anspricht. Anhängern intensiver Heavy Metal-Liveatmosphäre ist das FULL METAL OSTHESSEN in aller Form wärmstens zu empfehlen. Mit positiver Bilanz gestärkt, geht das Festival Anno 2017 in eine weitere Runde. Nun heißt es mit gesteigerter Spannung abwarten, was nächstes Jahr aufgefahren wird. Die mitreißendste Performance eines qualitativ hochwertigen Bandbillings legten STALLION hin, ALPHATIGER und OSTROGOTH gaben gute Vorstellungen, für die größte Überraschung auf dem FULL METAL OSTHESSEN sorgten jedoch die Prog-Powermetaller SIGNUM REGIS.

Mit dem Gefühl eines tollen Festival-Samstags treten wir bestens gelaunt die Heimreise an. Zwar tun mir am nächsten Tag mächtig die Knochen weh, doch was heißt das schon, wenn auch im nächsten Jahr erneut das Motto - Auf zum F.M.O. - Das Metalevent in Osthessen (!)  lautet. (MT)

Vom Festival berichteten Michael Toscher (MT) und Mike Langer (ML).
Fotos von Mike Langer, Michael Toscher, Rosa Karoline Hanna