Konzert vom 18.12.16
Support: IRON HORSES, MESSIAH'S KISS, DARKER HALF

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IRON HORSES
MESSIAH'S KISS
DARKER HALF
RAGE

Als wir um 19.15 Uhr den Werkhof betreten, ist die erste Band IRON HORSES schon mitten im Set. Das ist wohl das Los der lokalen Vorband, die ihre Songs vor einer sehr überschaubaren Anzahl von Fans zum Besten geben muss. Das Mucke klingt zwar ganz ordentlich, das Interesse hält sich leider in Grenzen.

Bei MESSIAH’S KISS sieht das Ganze dann schon anders aus. Auch wenn das letzte Album „Get Your Bulls Out“ schon etwas älter ist, kommt die Band gut an und kann wesentlich mehr Fans vor die Bühne ziehen als IRON HORSES. Die Stimmung ist recht gut und die Band hat sichtlich ihren Spaß. Da heute der letzte Tag der offiziellen Tour ist, lässt es sich die Crew nicht nehmen, der Band einige Streiche zu spielen. So rieselt Kreidestaub auf die Musiker und der Drummer muss beim letzten Song auf einen Teil seines Schlagzeugs verzichten, das ihm praktisch unter den Trommelstöcken abgebaut wird.

DARKER HALF müssen da schon schwerer schlucken und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Jedes Bandmitglied von MESSIAH’S KISS und RAGE kommt während der ersten drei Songs mit einem Tablet auf die Bühne, auf dem sich Gläser mit Shots befinden, die die Bandmitglieder dann leeren müssen. Davon lassen sich die Australier aber nicht beeindrucken und besonders Bassist SIMON HAMILTON erweist sich als Aktivposten, der post was das Zeug hält und so das ideale Objekt für die anwesenden Fotografen abgibt. Als Höhepunkt des Gigs kommt dann RAGE-Klampfer MARCOS RODRIGUEZ auf die Bühne und gibt als Leadsänger mit den Jungs eine Version des MAIDEN-Klassikers „Aces High“ zum Besten.

RAGE starten dann gegen 22.00 Uhr mit dem Titelsong des neuen Albums „The Devil Strikes Again“ ihren Gig und machen von Beginn an klar, wer hier der absolute Headliner ist. Die Fans vor der Bühne gehen natürlich besonders bei den älteren Stücken wie „From The Cradle To The Grave“ oder „Blackest Hole ab“, aber auch die Stücke des neuen Albums werden wohlwollend aufgenommen. Die Band hat sich über den Zeitraum der Tour perfekt aufeinander eingespielt und man sieht, das PEAVEY mit seiner Entscheidung, die Band komplett neu aufzustellen, mehr als zufrieden ist. Natürlich kommt auch das Trio nicht ohne einen ordentlichen Streich von der Bühne und so gibt es zur Mitte des Sets zahlreiche aufgeblasene Kondome, die von hinten über die Köpfe der Musiker hinweg ins Publikum fliegen und dort noch längere Zeit für Spaß sorgen.
RAGE lassen dies mit einem fetten Grinsen über sich ergehen und hauen den Fans zum Abschluss des regulären Sets mit „Don’t Fear The Winter“ einen ihrer größten Hits um die Ohren, um dann im Zugabeblock mit „My Way“ und „Higher Than The Sky“ noch einen draufzusetzen.

Fazit: Ein gutes Package, das an einem Sonntagabend überraschend viele Fans in den Lübecker Werkhof gelockt hat. Warum RAGE allerdings „Straight To Hell“ nicht gespielt haben, erschließt sich mir nicht.



Bilder vom Konzert gibt es >hier<