VÖ: 21.10.10
(Prog Rock Records)

Homepage:
www.davidminasian.com

Mit „Random Acts of Beauty“ präsentiert Komponist David Minasian nebst Sohn Justin, der die 2. Gitarre bedient, balladeske, Soundtrack und Classic Rock Sparten Musik, die am ehesten die verträumt verspielte Welt von Pink Floyd wiederspiegeln dürfte. Mit Löwenanteil finden sich hier getragene Songs, die mit dem Keyboard symphonisch veredelt wurden.. Oboen, Flöten, Geigen, Spinett und sanfte Klavier- Partituren dienen als stimmungsvolle Untermalung der extrem ruhigen, meist überlangen Stücke. Neben dem soft Instrumental „Storming the Castle“, das im Mittelteil in einer ausufernden Soli Orgie mündet, sind es eher die sphärisch, träumerischen Stücke wie „Summer´s End“, Masquerade“, Chambermaid“ oder „Blue Rain“ ,die den Silberling füllen. Leider klingen diese durch David´s minimalistisch, gehauchten  Gesang  und der nahezu immer gleichen soften Instrumentierung, bis auf wenige Details fast identisch. Der zweigeteilte Instrumentaltrack „Frozen Time“ stellt indess den einzigen Wendepunkt der Scheibe in Richtung Progressiven Classic Rock dar. Verspielt lange Soli, eingebettet in in dezent instrumentierten Hintergrund und Keys, die irgendwann in einem komplett aggressiv progressiven Ausbruch enden. „Dark Waters“ das letzte und wieder einmal von gedehnten Soli durchzogene Instrumental beendet die träumerische Reise. Ich sags ehrlich, einerseits gefällt die verspielt, verträumte Art des Songwriting und nimmt den Hörer de facto mit auf eine atmosphärische Reise. Auf der anderen Seite prägen hier gewaltige Defizite im differenzierten Songwriting. Denn bis auf kleinste Nuancen, mal mit Gesang begleitet, rein instrumental oder solistisch begleitet unterscheiden sich die Songs kaum bis gar nicht. Die Orchesterbegleitung  rieselt vor sich hin, setzt außer dem Prädikat nett, keinerlei wirkliche Akzente. Am Ende erscheint es dem Hörer fast ein wenig als hörte man immer wieder den gleichen minimal veränderten Song.

Fazit: Eine Traumreise, die ihr Reize hat, aber definitiv nur eine kleine Hörerschaft ansprechen dürfte. Mehr Abwechslung hätte es schon sein müssen und dürfen.