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EMIR HOT - Sevdah Metal Drucken E-Mail
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CD-Reviews
Geschrieben von Mike Langer   
15.04.2008

Image

VÖ: 21.03.08
(Lion Music)

Homepage:
www.emirhot.com

Laut Wikipedia ist Sevdah populäre Folkloremusik aus Bosnien und der Herzegowina, die entfernt an Zigeunermusik erinnert. Vornehmlich mit Akkordeon und Geige dargeboten, wirkt das Ganze ebenso mitreißend wie leicht melancholisch. Der bosnische Ausnahmegitarrist Emir Hot wiederum hat das Kunststück vollbracht, seinem neoklassischen Metal Sevdah beizubringen. Herausgekommen ist etwas, was man abfällig als „Malmsteen auf Polka“ bezeichnen könnte, jedoch weit weniger albern ist als es auf den ersten Blick klingen mag. Um es gleich vorweg zu nehmen: „Sevdah Metal“ ist ein echtes Juwel im leicht eintönigen neoklassischen Genre, ein echtes Meisterwerk, um es frei raus zu sagen. Hot lässt mal seine Gitarre in folkloristischen Tonleitern erklingen, mal gibt er den typischen Malmsteen ans Akkordeon ab, und das alles kommt gar nicht so schräg und abgedreht oder gar World Music verklärt rüber wie es sich anhört. „Sevdah Metal“ knallt dank einer druckvollen Produktion an allen Ecken und donnert aus den Boxen, dass es eine wahre Freude ist. Neben einer ganzen Reihe hervorragender Musiker aus der Balkanregion hat der Saitenhexer jedoch auch clevererweise auf zwei Hochkaräter der internationalen Metalszene zurückgegriffen, die der Scheibe das nötige internationale Flair verpassen. Namentlich ex-Royal Hunt Wunderstimme John West und allüberall-Drummergott Mike Terrana. Ob progressiv, verträumt, Yngwie-frickelig (und gerade den schwedischen Meister hat der Bosnier sehr gut gelernt) - Emir Hot macht in jeder Form eine gute Figur, und so ist „Sevdah Metal“ für mich jetzt bereits eines der besten Gitarrenalben des noch immer jungen Jahren geworden. Beeindruckend.

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