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S.I.N. - The 13th Apostle Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 15
SchlechtSehr gut 
CD-Reviews
Geschrieben von Thorsten Dieterle   
21.04.2008

Image

VÖ: 25.04.08
(Musicbuymail)
Style: Melodic Metal

Homepage:
www.sin-band.com  
Myspace:
www.myspace.com/somewhereintonowhere  

Konzeptalben in der Rockmusik sind heutzutage nun wirklich keine Seltenheit mehr. Dazu kommt, dass sich gefühlte 90% der Geschichten mit dem Gedöns der nordischen Mythologie befassen. Oft ist es auch so, dass den übermotivierten Musikern schlicht und ergreifend das Talent fehlt, eine Story musikalisch stimmungsvoll zu untermalen und nicht in das Extrem der Soundüberfrachtung zu rutschen. Das ungeschriebene Gesetz lautet: Es werden mindestens 128 Aufnahmespuren mit Pseudo-Bombast zugeklatscht...
Dass es auch reduzierter und trotzdem bombastisch klingend funktioniert, beweisen die Melodic Metaler von S.I.N. Auf ihrem dritten Album geht es um einen ominösen, vom Sohn Gottes besessenen 13 Apostel. Musikalisch und technisch bietet die deutsch-norwegische Band gutklassigen melodischen Metal, der die Szene zwar nicht revolutioniert, aber auch nicht die immer gleichen Riffs runterleiert. Ein weiteres Plus greifen die Jungs mit dem norwegischen Sänger Patrick Simonsen ab, nachdem Shouter Jason die Gruppe nach der Veröffentlichung des zweiten Albums "Equilibrium" verlassen hatte. Darüber hinaus übernehmen auf "The 13th Apostle" Gastsänger wie Carsten "Lizard" Schulz (Evidence One), Connie Andreszka (u. a. Circle Of Pain) und die amerikanische Frontfrau Renee Walker die verschiedenen Personenrollen der Geschichte. Die Musik ist technisch auf einem hohen Niveau gespielt, die Songs werden mit schönen Gitarrensoli, fetten Chören (z. B. "For Eternity And Beyound") und vielen Gesangsduetten (z. B. "Tears of Gethsemane") dargeboten. Durch die unterschiedlichen Sänger, einigen instrumentalen Zwischenspielen mit einer Erzählerstimme, welche die Atmosphäre noch vertieft und dem ganz allgemein dynamisch gehaltenen Songwriting haben S.I.N. ein abwechslungsreiches Album eingespielt, das Fans von Bands wie Evidence One über Edguy bis zu Queensryche überzeugen dürfte.
 
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