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TOMORROW MAY FALL - Ruins Of Hope Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 21
SchlechtSehr gut 
CD-Reviews
Geschrieben von Thorsten Dieterle   
16.05.2008

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VÖ: 23.05.08
(Eigenproduktion)
Style: Deathcore

MySpace:
www.myspace.com/tomorrowmayfall

Mit "Ruins Of Hope" meldet sich eine sympathische Formation aus Frankfurt auf der Bildfläche der harten Sounds zurück. Tomorrow May Fall besteht nämlich aus allen Ex-Mitgliedern der ehemaligen Emotional Hardcore Band Maze, die sich im September letzten Jahres verabschiedet hat. Was hat sich unter dem neuen Banner und der relativ kurzen Zeit geändert? So einiges! Zum einen hat sich der Truppe um Basser und Szenespezialist Robber Kalix nun ein zweiter Gitarrist dazugesellt, der sich spieltechnisch (weil anders) gut mit Klampfer Andre "Heggi" Keheggi ergänzt. Zum anderen wäre da die Mucke, die jetzt um einige Zacken brutaler, aggressiver und düsterer daherkommt. Dagegen waren Maze ein Leichtgewicht und das in jeder Hinsicht! Die sieben Wutbolzen, inklusive einem goreartigen "Zombiemetzel" Intro, sind nicht nur amtlich fett in den LFT-Studios produziert (Diese Gitarrenwände!) worden, sondern gehen auch in der Qualität des Songwritings einen gehörigen Schritt nach vorne. Geboten wird neben einem lyrischen Konzept eine Mischung aus moderner Härte und brutaler alter Schule. Das Stück "Tomorrow May Fall" steigt beispielsweise mit einem groovebetonten Rhythmus ein, über den deathmetallisches Schredderriffing sägt. Die Riffs fallen mal harmonisch, mal disharmonisch aus und die vielen Rhythmuswechsel sorgen in allgemein allen Songs für Dynamik. Da wird wie in den fließend ineinander übergehenden Tracks "Among The living Dead" und "Back To Hell" mal straight oldschool-mässig geknüppelt, um dann gekonnt in kellertiefe und moderne Downbeats knapp über der Grasnarbe zu wechseln. Da freut sich das Genick!
Mitten in diesem Inferno aus Brutalität brüllt und schreit sich Shouter Denjo die Seele aus dem Leib. Überhaupt hat Sänger Denjo eine gute Entwicklung durchgemacht, der Typ gibt bei den Songs spürbar alles, klingt heute aggressiver und angepisster denn je und schafft einen mühelosen Wechsel zwischen Hardcorescreams und abgrundtiefen Growls. Seine cleane Stimme lässt er dagegen, bis auf ein paar kurze Stellen im letzten (und geilsten!) Stück "Leave The City Burning", ganz daheim. Schmerzt aber nicht wirklich, gehörte für mich der Cleangesang bei Maze noch am ehesten zu den Schwachpunkten.
Insgesamt stellt man fest, dass es Tomorrow May Fall trotz der häufigen Rhythmuswechsel und modern-trifft-alt Spielereien gelungen ist, eine organisch wirkende Scheibe einzuprügeln, die mit ihren Sound letztlich ein junges wie auch traditionelles Publikum begeistern wird.
Fazit: Tomorrow May Fall? Wahrscheinlich (noch) nicht, der Soundtrack für dieses Szenario ist jedenfalls geschrieben...Welcome back, Jungs!
 
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