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ODIN`S COURT - Deathanity Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 3
SchlechtSehr gut 
CD-Reviews
Geschrieben von Martin Bothmann   
08.08.2008

Image

VÖ:  11.07.08
(ProgRock Records)

Homepage:
www.odinscourtband.com


Odins´s Court, die Proggies aus Maryland USA, sind wie der berühmte Tanz auf der Klinge. Jeder Fehltritt tut hier mächtig weh. Und mit Fehltritt meine ich die musikalischen Dissonanzen, die auf „Deathanity“ herrschen. Als erstes ärgert mich die leicht holprige Produktion, mit der ich mich nicht wirklich anfreunden kann. Liegt es an der Promo oder ist dies schon der Endmix!? Hätte ich Löcher in den Händen, könnte ich zumindest dieses Geheimnis lüften. Da dies aber das kleinere Übel ist, denn mit dem bewusst recht rau belassenen Sound kann man eigentlich am Ende noch prima leben, schlagen wir mal beide Augen zudrückend ein Ei drüber. Was mich bei den Jungs viel eher stört, ist der krasse Gegenpart von Melodie zu völlig a-melodischem Gerumpel. Tollste Melodien werden hier in der nächsten Sekunde aus heiterem Himmel völlig darnieder geknüppelt. Breacks, jazzige Leads, die Liste ist lang und der wahre Proggie wird sich in Ekstase winden, der normal an-geproggte Konsument allerdings nur verständnislos den Kopf schütteln. Einfach mal das Instrumental „Oceanic Toxica“ reinpfeifen und jeder weiß sofort, was Sache ist. Auch ich habe mich des Öfteren vor den Kopf gehauen. „Nein, nu war es grad so geil!!! Warum nur nun so eine planlose Scheiße?“  Mir fehlt aller Wahrscheinlichkeit nach der Horizont, der hinter „Deathanity“ steckt. Sei es drum. Was aber gibt es sonst zu sagen? Die Gesamtausrichtung  bewegt sich in eher ruhigen, leicht jazzigen Gefilden. Saxophon inclusive. So kommt „Vastificant“ anfangs sogar diversen Santana Nummern recht nahe. Highspeed Nummern gibt es auf „Deathanity“ keine, Midtempo trumpft, meist sogar in balladesker Form. Alles sehr fein soweit. Doch halten surreale, frickelige Ambience Einflüsse Einzug in den Sound wird’s mir dann doch zu strange. Wären hier noch die Gastsänger, die aufhorchen lassen: So steuern Tom Englund (Evergrey) und Tony Kakko (Sonata Artica) einige Vocals bei.  Am Ende bin ich mir immer noch uneins, was ich von dieser Scheibe in ihrer Gänze halten soll. Fakt ist Freunde von Porcupine Tree, Spok´s Beard und eventuell auch Symphony X werden mit den Jungs schnell warm werden.

 
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