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SANITY OBSCURE - Springtime`s Masquerade Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 17
SchlechtSehr gut 
CD-Reviews
Geschrieben von Jochen Strubel   
16.04.2009

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VÖ: 17.04.09
(Danse Macabre Records)

Homepage:
www.sanity-obscure.de


Mit ihrem Debüt warten die Nürnberger Gothic / Doom Kapelle auf, die bereits 1999 gegründet wurde und bereits auf zwei Demos zurückblicken kann.
Der Opener "False Messiah" ist da schon ein wunderbares Stück aus rockigem Gothic, der immer wieder mit weichen Keyboards von Jennifer Hacker aufgelockert wird und dadurch auch ein wenig Wärme zu spüren ist. Die Stimme von Desiree Pezetta ist dazu wie zum Dahinschmelzen, super stark, wieviel Emotion die Frau da in die Waagschale wirft. Leider treffen die dazugehörigen Growls nicht unbedingt den Nagel auf den Kopf, denn diese sind meiner Meinung nach etwas zu kraftlos und verpuffen in ihrer Wirkung. Auch wenn die Gitarren immer wieder harte Riffs auffahren, der Grundtenor des Titelstücks bleibt dank Desiree's Stimme sehr emotional und einfühlsam. Bei "Left Beyond" sehe ich die Band bildlich vor mir, wie sie das Wave Gothic Treffen unsicher macht und die Fans verzaubern, wie es im Buch steht. Hier geht es musikalisch etwas breaklastiger zu Werke, doch die tragenden Keys aus dem Background sind super bombastisch gehalten. Und auch bei "Behind The Moon" lassen SANITY OBSCURE keine Gelegenheit aus, uns mit ihrer Musik in einen Bann aus Leidenschaft, Gefühl und kernigen Riffs zu ziehen. "In Memory" wirkt dank der teils donnernden Doublebass etwas härter, die Keys haben wieder dieses Verzaubernde an sich und über die Vocals braucht man nichts mehr zu sagen, die sind völlig geil. Das breaklastige "Maiden" kommt mit sanften Pianoklängen daher, die Riffs sind melodisch gehalten und es kommt teils recht rockig, aber nur, um dann wieder einige gefühlvolle Passagen folgen zu lassen. Bei "Requiescat" wird man da brutal aus den Träumen gerissen, da knallt es am Anfang doch recht derb, doch dann wird die Nummer zu einem bombastischen Leckerbissen. Und auch am Ende geht es mit "Your Lies" etwas härter zur Sache, auch weil die (zu braven) Growls wieder mit dabei sind.
Starkes Debüt, was da vorliegt, mit dieser Band ist zu rechnen, denn auch der Sound stimmt dank Chai Deveraux (Jesus On Extasy) hundert Prozent und dem Mastering hat sich Bruno Kramm persönlich angenommen, also was soll da noch schief gehen ?
 
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