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ROB ORLEMANS & HALF PAST MIDNIGHT - Into the spirit Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 3
SchlechtSehr gut 
CD-Reviews
Geschrieben von Robert Kalix   
19.11.2009

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VÖ: 06.11.09
(Silvox)


Homepage:
www.myspace.com/roborlemans


Rob Orlemans ist wieder da! 3 Jahre nach "Libertyville" hat sich nur eines geändert: Yyri Yeromin musste den Platz hinter den Kesseln für den dreimalig zum besten Drummer der Niederlande gekrönten Ernst van Ee räumen und das hört man! Nicht das Yuri Yeromin ein Schlechter gewesen wäre aber Ernst van Ee passt 100%ig zum Spiel von Rob Orlemans. Sein Powerdrumming verleit der Triokonstellation welche durch Orlemans langjährigen Weggefährten an den 4 Saiten Piet Tromp und sein routiniertes überwiegend unauffälliges aber dafür um so kraftvolleres Spiel ergänzt wird noch zusätzliche Durchschlagskraft und man hat das Gefühl der Mann sei das noch fehlende Mosaik. Ansonsten ist alles beim alten geblieben. Auf "Into the spirit" gibt es einmal mehr 14 mal energischen Powerblues der sich nicht lange mit unnötigen Finessen aufhält sondern seine Hörerschaft einfach überrollt. Schon beim einleitenden Riff zum Opener "She loves Rock'n'Roll" wird klar, dass Orlemans auf seine alten Tage nicht anfangen wird seine Idole zu verleugnen: Weiterhin ist sein Gitarrensound eine Mischung aus Angus Young, Jimi Hendrix und jeder Menge Rob Orlemans. Auch das folgende "No Hellhound" legt weiter langjährige Vorlieben des Holländers offen: Den Shuffle Blues und Licks der Marke Stevie Ray Vaughan. Gelungen sind auch die beiden enthaltenen Coverversionen. Zum einen wäre da der Folk-Rock-Evergreen "Morning Dew" der sich mit seiner melancholischen Note bestens für ein Blues-Rock-Cover eignet. Zwar noch nicht ganz so genial wie die Versionen von NAZARETH, Robert Plant oder Jeff Beck aber wer könnte nicht verzückt sein wenn Rob Orlemans die zwölfsaitige Gitarre auspackt und Ernst van Ee nie geahnte Akzente in einen über 40 Jahre alten, tausend mal gehörten Song hämmert? Die zweite Fremdkomposition stammt aus dem Hause MUDDY WATERS, hört auf den hübschen Namen "Howling Wolf" und soll mit Klängen der Akustikgitarre das Album beenden. Doch dazwischen gibt es noch einige flotte Rock'n'Roll Nummern, tanzbare Boogies und jede Menge Blues. Ob Rob Orlemans nun niemals seinen Weg in den Sängerolymp schaffen wird stört an dieser Stelle relativ wenig, seine kratzige Stimme passt ganz einfach zu seinem direktem auf die Bühne ausgerichtetem Songwriting. Ein echter Pflichtkauf für alle die auf Powerblues der Marke Rob Tognoni oder Walter Trout stehen und wer ROB ORLEMANS & HALF PAST MIDNIGHT noch nicht kennt sollte hoffen, dass sie auch bald wieder auf deutschen Bühnen zu Gast sein werden.
 
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