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Interviews
Geschrieben von Robin Geiss   
27.05.2010

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Interviewpartner: Markus Pfeffer (Komponist, Gitarre, Bass, Keyboard)

Homepage:
www.markuspfeffer.com

FFM-ROCK:
Hi Markus, wie geht’s?

Markus:
Danke der Nachfrage, sehr gut! Wir freuen uns, mit 7us ein Label gefunden zu haben, das hinter uns steht und sind angesichts der Veröffentlichung sehr euphorisch, den Namen WINTERLAND jetzt auf breiterer Ebene bekannt machen zu können!

FFM-ROCK:
Seit wann gibt es eure Formation WINTERLAND eigentlich schon? Erzähl ein wenig über die Hintergründe oder die Entstehung!

Markus:
Sänger Thorsten Fries und ich haben uns bereits im Jahr 1996 kennen gelernt und seinerzeit direkt angefangen, gemeinsam Songs zu schreiben. Thorsten musste sich Anfang des neuen Jahrtausends eine privat bedingte mehrjährige Auszeit nehmen. In dieser Zeit übernahm Stephan Hugo den Gesang und Winterland spielten auch sehr oft live.
Zwischen Thorsten und mir besteht eine echte musikalische Seelenverbundenheit, und wir sind nicht nur Musikerkollegen, sondern vor allem auch Freunde. Im Jahr 2007 haben wir dann wieder angefangen zusammenzuarbeiten und jetzt sind wir mit unserem neuen Album „Alles geht“ am Start.

FFM-ROCK:
Wie kommt denn das neue Album bei der Presse bzw. bei den Fans an?

Markus:
Bei den Fans, ich bevorzuge das Wort „Hörern“, um WELTEN besser, als alles, was wir vorher gemacht haben. Wir sind angesichts der wirklich umwerfenden Rückmeldungen manchmal echt sprachlos. Vor allem die Tatsache, dass wir jetzt deutsche Texte schreiben, kommt bei 99,9 % sehr gut an und die Rückmeldung ist „Endlich verstehen wir mal alles, was ihr da singt“.
Bei der Presse sind die Reaktionen auch überwiegend sehr gut. Allerdings gab es bisher auch ein paar wenige Negativ-Ausreißer. Ein deutsches „Rock-Magazin“ meinte, dass unsere Platte einfach nicht in ihr Heft passt (und wir rocken ja durchaus noch!), berichten andererseits aber dann über SPANDAU BALLET! Hier ist das Scheuklappendenken offenbar noch extremer, als in meinen schlimmsten Albträumen befürchtet. Einige Rockmagazine mit Classic Rock- oder AOR-Schlagseite lehnen deutschsprachige Veröffentlichungen, wieso auch immer, kategorisch ab. Und das ist, mit Verlaub, ignorant, engstirnig und noch dazu deutschen Bands gegenüber verdammt unfair.

FFM-ROCK:
Woher kam eigentlich der Sinneswandel, alle Lieder komplett in Deutsch zu singen?

Markus:
Das ist vor allem auf mich zurück zu führen. Thorsten schreibt wirklich sehr gute Texte, nur achtet im englischen Kontext darauf fast niemand. Und das ist insbesondere deshalb schade, weil die textlichen Aussagen einen Großteil des WINTERLAND-Konzeptes ausmachen.
Unsere Hörerschaft und Stammklientel wohnt zu 99,9 % im deutschsprachigen Raum. Wieso also eigentlich auf Englisch singen!?
Ich wollte einfach, dass unsere Hörer einen ebenso einfacheren wie besseren Zugang zu den textlichen Aussagen in unseren Songs gewährt bekommen. Nicht mehr, aber nun mal auch nicht weniger. Und wie man an den bisherigen Resonanzen sieht, ist das auch genau so eingetroffen.

FFM-ROCK:
Was sagst du zu meinem Kritikpunkt der hohen Stimmlage in manchen Liedern, dass ich diese da nicht ganz passend finde? Und vor allem, was sagen auch andere dazu? Steh ich da alleine mit meiner Meinung?

Markus:
Ich glaube, du meinst damit die recht zahlreichen Passagen, in denen Thorsten in der Kopfstimme singt. Also ich persönlich finde genau diese Stellen genial, denn Thorsten als klassisch trainierter Bariton hat ja grundsätzlich eine SEHR tiefe Stimme. Du müsstest ihn mal sprechen hören… eine Stimme wie aus dem dunkelsten Verlies ;-)
Wenn er in die Kopfstimme wechselt, dann besteht für ihn kaum noch eine Begrenzung mehr nach oben. Die besagten Stellen in den Songs sind ganz bewusst eingesetzt, um mehr Abwechslung in den Gesang zu bringen. Ich persönlich mag das sogar sehr, denn er bringt damit auch eine ganz neue Klangfarbe seiner Stimme mit ein.
Das sieht die überwiegende Mehrheit der Hörer exakt genauso. Die gesanglich größere Variabilität im Vergleich zu unseren alten Album wurde sogar schon häufig ausdrücklich gelobt. Ist und bleibt aber natürlich Geschmacksache.

FFM-ROCK:
Habt ihr eigentlich live Verstärkung auf der Bühne oder greift ihr auf Samples zurück, denn als Band seid ihr ja nur zu zweit gelistet.

Markus:
Bei Bedarf hätten wir aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen sehr schnell eine ganze Band am Start. Auf Samples würde ich nicht zurück greifen. Vor allem live sollte Rockmusik handgemacht sein.

FFM-ROCK:
Sind denn Konzerte bzw. ist eine komplette Tour geplant?

Markus:
Zum jetzigen Zeitpunkt leider nein, wir sind wie gesagt ja nur zu Zweit. Thorsten ist für die Texte und den Gesang zuständig, ich für die Instrumentierung. Auf der Platte habe ich alle Gitarren, Bass und einen Großteil der Keyboards eingespielt. Ein Studioschlagzeuger hat die Drums dann nach meinen Vorgaben und Arrangements eingetrommelt.

FFM-ROCK:
Gibt es derzeit noch weitere andere Pläne oder seid ihr damit erstmal ausgelastet?

Markus:
Wir haben gerade ein neues Video für die Ballade „Strände der Einsamkeit“ an den Start gebracht. Regisseur Jürgen Walzer hat das Ganze mit Green Screen in HD gedreht und dabei ist ein optisch sehr ungewöhnliches, künstlerisches Werk entstanden (zu sehen bspw. auf unserer Homepage www.markuspfeffer.com ). Das Video soll jetzt erstmal angemessen promotet werden, ansonsten lassen wir alles weitere einfach mal auf uns zukommen.

FFM-ROCK:
Wie schwierig war es eigentlich das Album aufzunehmen?

Markus:
Zum Glück sehr einfach. Wir sind ja seit fast 20 Jahren musikalisch aktiv und haben dabei viele Erfahrungen gesammelt. Außerdem habe ich in den letzten Jahren von Produzent Stefan Glass (www.studio-23.net) unfassbar viel gelernt, so dass wir im Rahmen der Vorproduktion schon sehr viel selbst machen konnten.

FFM-ROCK:
Hast du noch was, was du gern an die Leser von FFM Rock loswerden würdest?

Markus:
Ja! Wir freuen uns immer über Rückmeldungen!
Auch Kritik ist willkommen, denn nur dadurch kann man lernen und weiter nach vorne kommen. Ich denke mal, dass jeder Freund von deutscher Rockmusik durchaus mal in unsere Songs reinhören sollte.
Unser Hörerkreis reicht vom SUBWAY TO SALLY- über den UNHEILIG- bis hin zum SILBERMOND-Fan. Irgendwo in der gemäßigten Mitte bewegen wir uns… also ab auf www.markuspfeffer.com und einen Gästebucheintrag produziert ;-)

FFM-ROCK:
Ja, dann vielen Dank für das Interview und viel Erfolg mit eurer neuen Scheibe!

Markus:
Danke an euch für die Unterstützung!

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Ein CD-Review zu "Alles geht" findet Ihr HIER

 
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