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WINTERFYLLETH - The Mercian Sphere Drucken E-Mail
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CD-Reviews
Geschrieben von Jochen Strubel   
28.07.2010

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VÖ: 19.07.10
(Candlelight Records)


Homepage:
www.myspace.com/winterfylleth


Man haut mich das weg, da gibt es die Band gerade mal seit 2007, hat nun das zweite Album am Start und ist damit schon ganz weit vorne angelangt, denn mit "Gateway To The Dark Peak / The Solitary One Waits For Grace (The Wayfarer Pt I)" vermischen die Engländer klassischen Black Metal der blastigen Art, haben aber immer super atmosphärische und düstere Elemente mit dabei, sogar dunkler Sprachgesang und auch hymnische Parts reihen sich hier absolut fein ein. So werden wir auch in "Awakens He, Bereft of Kinsmen (The Wayfarer Pt II)" mit überraschenden Momenten überhäuft, von drückendem Mid Tempo steigern sich WINTERFYLLETH in hyperschnelles Geballer, das roher nicht sein könnte, wo vor allem Gitarrist / Sänger C. Naughton mit seinem Organ auf ganzer Linie überzeugt. "The Fields of Reckoning" gibt auch voll Gas, jedoch kommen auch hier diese ausschweifenden Parts, die sich einem sofort öffnen hinzu und zwischendurch wird sogar mal andeutungsweise dreckig gerockt. Dafür wird es mit "Children of the Stones" akustisch und sanft, Akustik Gitarre trifft Geige, bevor dann mit "The Ruin" wieder klassisch gerast wird, dazu noch der akustische und düstere Mittelpart, der sich uns super öffnet und fesselt, bevor man wieder mit Screams aus der Ferne zurück geholt wird und dann wieder ein Geknüppel vor dem Herrn abgeht. Ein monumentales Werk hört auf den Namen "The Honour Of Good Men On The Path To Eternal Glory" wo es nicht nur Black Metal zu Bestaunen gibt, sondern ein ganz weite Vielfalt an Einschüben, die das über 10 Minuten lange Stück so interessant gestaltet. Und so geht es auch weiter, "To Find Solace... Where Security Stands (The Wayfarer Pt III)" knackt auch die zehn Minuten Marke, gestaltet sich aber bis auf das Ende härter und schneller, aber genau so fesselnd. Dann darf die akustische Gitarre bei dem Instrumental "When The Woods Were Young" wieder Ruhe einkehren lassen, doch nicht lange, "A Valley Thick With Oaks" startet mit nordisch eisigen Riffs, fährt dann majestätisch fort und steigert sich in Raserei, die am Ende einer Prise Melancholie weicht. Der letzte Song "Defending the Realm" ist eine Neuauflage vom vorherigen Album der Engländer und ist in seinen schnellen Passagen noch eine Spur schneller, baut aber dazu auch eine Portion Atmosphäre und Eingängigkeit auf, die sich gewaschen hat.
Alles in allem ein Album, dass mit über 68 Minuten Spielzeit voll überzeugt, selten klang eine junge Band schon zu Beginn ihrer Kariere so reif wie WINTERFYLLETH.

 
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