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31.07.2010
 
 
 
 
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THE MYSTERY - "Scars" Drucken E-Mail
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CD-Reviews
Geschrieben von Mike Langer   
31.08.2005

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VÖ: Oktober 2005
(TTS Media Music / Alive)

Homepage:
www.the-mystery.de

Tatort: Heiligenhaus (NRW). Im Fadenkreuz: Das Labeldebütalbum der Melodic Metal Formation The Mystery. Hat mich schon der eigenproduzierte Vorgänger „Facing the Storm“ überzeugt, so bin ich von „Scars“ richtig beeindruckt. Das Female Fronter Quartett hat sich mächtig weiterentwickelt und hier ein zeitloses und musikalisch abwechslungsreiches Werk vorgelegt. Der Songaufbau ist im Allgemeinen recht einfach, sowie schnörkellos gestrickt und lebt von Denise Olbrich’s breitgefechertem und wesentlich weiter entwickelten Vocals. Die kurzen Soli von Alex „Thunder“ Martin sind songdienlich platziert und nicht selbstdarstellerisch gespielt. Alle 13 Tracks zeigen auf, dass man auch ohne viel Chöre, Backings, Keyboard und zweiter Gitarre, Songs interessant gestalten kann, was man so heut zu Tage selten findet. Der Opener „Vengeance is mine“, einer der schnellsten Songs des Albums, lädt schon gleich zum Halsmuskeltraining ein und will gar nicht mehr aus den Gehörgängen verschwinden. Das sich in Heavy Rock Gefilden bewegende „Fading away“ greift das derzeit heikle Thema des Kindermordes auf, wobei Gitarre und Drums genial arrangiert den „Run for your life“ wiedergeben. Der Titeltrack umschreibt in einer ruhigen und nachdenklichen Umsetzung die „Narben“, die beziehungstechnisch entstehen können. „Another Day in Hell“ und „Revenge“ bestechen, wie schon der Opener, mit mächtig Power, Melodie und gelegentlichen Doublebass Einsätzen, wobei die Vocals sowohl in den höheren Lagen, wie auch in den tieferen Kehlkopfregionen schön abwechseln und somit sich doch deutlich vom DORO-kompatiblen Gesangsstil der Vorgängeralben abgrenzen. Mit „1000000 Light Years away“, „Broken“ und „Hells Gate“ wurden von „FtS“ drei Songs übernommen, die leicht überarbeitet, jetzt merklich besser dastehen und rüberkommen. Die Ewignörgler werden sich zwar wieder an den Female Vocals aufhängen oder an dem recht Rock’n Rolligen Schlagzeugsound, bei dem die Snare, zum Nachteil der Bassdrums, deutlich im Vordergrund steht. Für mich ist dies aber der richtige Weg, um sich aus der Einheitsmasse abzuheben und eine gewisse Eigenständigkeit und Wiedererkennungswert an den Tag zu lagen. Ein wirklich klasse Album, das meine uneingeschränkte Kaufempfehlung geniest.

Anspieltipps:
Vengeance is mine
Another Day in Hell
Revenge

 
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